Verkehrsgeschwindigkeitsmessgeräte

Die Geschwindigkeit ist eine zusammengesetzte Größe (Geschwindigkeit = Weg/Zeit) mit der SI-Einheit m/s. Sie wird aus der Länge und der Zeit abgeleitet. Die Darstellung der Einheit erfolgt durch die Normalmesseinrichtung des BEV, ein mit drucksensitiven Piezo-Sensoren arbeitendes Weg-Zeit-Messgerät.

Die grundsätzlichen Anforderungen an eichpflichtige Verkehrsgeschwindigkeitsmessgeräte sind in der Verordnung über Eichvorschriften für Verkehrsgeschwindigkeitsmessgeräte, Amtsblatt für das Eichwesen Nr. 4/2014, festgelegt.

Geschwindigkeits-Referenzanlage

Geschwindigkeits-Referenzanlage

Kalibrierung eines Verkehrs-
geschwindigkeitsmessgerätes

In Österreich werden folgende Arten von Verkehrsgeschwindigkeits- messgeräten verwendet:

Radar-Verkehrsgeschwindigkeitsmessgeräte

messen die Geschwindigkeit von am Gerät vorbeifahrenden Fahrzeugen nach dem Prinzip des Dopplereffekts.

Laser-Verkehrsgeschwindigkeitsmessgeräte

ermitteln die Geschwindigkeit auf Grund der Entfernungsänderung über eine gewisse Zeit. Die Entfernungen werden durch Laufzeitmessung von Lichtimpulsen gemessen.

Laser-Scanner

erfassen durch Entfernungs- und Winkelmessung Objekte (Fahrzeuge) in einem begrenzten Erfassungsbereich und ermitteln aus der Positionsänderung der Fahrzeuge die durchschnittliche Geschwindigkeit in diesem Bereich. Die Entfernungsmessung erfolgt durch Laufzeitmessung von Laserimpulsen.

Section Control

bestimmt die Durchschnittsgeschwindigkeitsmessung über längere Strecken (üblicherweise ab 500 m) durch Erfassung des Kennzeichens bei Ein- und Ausfahrt der Messstrecke und Ermittlung der Durchfahrtszeit, woraus sich die mittlere Geschwindigkeit direkt ergibt.

Elektronische Tachometer (Nachfahreinrichtungen)

messen die Eigengeschwindigkeit des Fahrzeuges, in das sie eingebaut sind. Bei Nachfahren in konstantem Abstand ist die Geschwindigkeit des Verfolgten gleich der Eigengeschwindigkeit.

Videosysteme

Aus einer Videoaufzeichnung des Verkehrs auf einem vorher exakt vermessenen Straßenstück werden Abstände und Geschwindigkeiten von Fahrzeugen ermittelt.

Sensorgesteuerte-Geschwindigkeitsmessgeräte

messen die Zeit über eine von Sensoren (druckempfindlich, Induktionsschleifen, Lichtschranken) begrenzte Strecke.

Rollenprüfstände

für einspurige Kraftfahrzeuge: messen nicht die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge, sondern dienen zur Ermittlung der möglichen Höchstgeschwindigkeit (Bauartgeschwindigkeit) und damit zur Überprüfung der spezifischen Vorschriften für Mopeds und Kleinmotorräder.